Henk Biemans

Die Hand des Meisters  und die Kraft von Stahl.

Henk Biemans zu Hause am Tisch

Power, Halt, Fügsamkeit, Rührung. Es steckt alles darin, im Werk des bildenden Künstlers Henk Biemans, das vor vierzig Jahren mit minutiös gebildeten Flechtarbeiten aus eisernen, Kupfernen oder silbernen Ringchen anfing und sich zu robust proportionierten Drahtfiguren auswuchs.
 
Grundmaterial: Metall.
In seinen Figuren aus bezwungenem Stahl treffen sich vielerlei Sachen: Inspiration, Präzision, fachmännisches Können, Geduld, Zärtlichkeit. Jede Skulptur fasziniert durch die aus ihr sprechende beschwingte Kraft. Ödes Material, das unter den Händen des Gestalters sozusagen lebendig geworden ist. Jedesmal von Neuem ist es ein Kampf. So lange, bis die vollkommene Form entsteht, die zum Ausdruck bringt, was er sieht, fühlt und denkt.
 
Schmied Henk 

Inspiration
Metallbearbeitung ist reine Meditation, wie er sagt. Ein jahrelanger Denkprozess, der nicht anhält und immer wieder zu neuen Ideen, neuen Möglichkeiten anstachelt. Über der Arbeit entwickelte er die für einen bildenden Künstler unentbehrlichen Talente: ein scharfes Auge fürs Detail, Gefühl für Form und Verhältnisse, eine feste Hand, eine gute Nase für das perfekte Werkzeug, Geduld zum immer fortschreitenden Verfeinern. Während der unablässigen Tätigkeit mit den Händen entstand im Kopf Raum für neue Ideen, neues Material, neue Techniken. Schwerere Materiale fingen an, ihn herauszufordern: Stahldraht, ungebogen, am Liebsten 10 mm dick und in Zukunft möglicherweise noch dicker. Das zu bearbeiten ist im Moment Seine große Passion. Damit er in dieser Weise die bestimmte Haltung oder Pose zum Ausdruck bringen kann, wodurch er als Künstler nur so plötzlich gerührt werden kann: durch den Stand eines Armes, die Rundung eines Knies, durch einen Ellbogen, die Brust als einen angespannten Muskel – man könnte es jedesmal wieder eine spirituelle Erfahrung nennen.

Technik
Er macht all seine Arbeiten zuerst im Kleinen, indem er sie zeichnet oder sie aus dünnerem Draht, in kleinen Bewegungen herstellt. Aber immer genau so perfekt wie die nachfolgenden Skulpturen. In jedem Werk steckt das fachmännische Können des Meisters, der zugleich Schüler bleibt. Technik ist dabei sehr wichtig. Dass Biemans die Technik auf viel mehr Gebieten als nur der Drahtkunst betrieb, ist was ihn betrifft vor allem Gewinn. Es brachte ihn in Berührung mit dem Charakter, der Kraft und der Widerspenstigkeit ganz anderer Materiale: Leder, Stoff, Holz – eine Quelle von Kenntnis und Erfahrung, aus der er noch immer schöpft.

Henk bei seiner Ausstellung im Pflegeheim

Aber an erster Stelle steht das Material, das sein Herz schneller klopfen lässt und seine Hände zum Schaffen antreibt. Metall, das ihn zu Stahlkunst von Format inspiriert.

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(Text: Coosje Haan)